04
Aug

Auf dem Weg zur Integration in einem fremden Land

Das Diakoniewerk hat die Asylwerberinnen und Asylwerber in Engerwitzdorf – und anderen Gemeinden – nicht nur in die Grundversorgung übernommen, sondern bietet ihnen auch immer wieder Informationsveranstaltungen zu verschiedensten Themen, um die Integration in unsere Gesellschaft und Kultur zu erleichtern.

So zeigte etwa die Sicherheitsfachkraft des Diakoniewerks, Hannes Ramer, den Flüchtlingen in Gallneukirchen und in Engerwitzdorf die Handhabung des Feuerlöschers und der Löschdecke, und beides konnte von den Teilnehmern auch selber getestet werden. Die Information, dass ein üblicher Feuerlöscher nur für etwa zehn Sekunden funktioniert, war für alle sehr überraschend. Die Handhabung an sich war einfacher als gedacht. Jeder Teilnehmer nützte die Möglichkeit, ein Feuer selber zu löschen. Skepsis und Scheu wurden überwunden. Die Notrufnummern und das Verhalten bei Feuer wurden genau erklärt und wiederholt.

Eine Gesundheitslotsin vom Projekt MiMi erklärte im Schöffl in Schweinbach in Arabisch und in Farsi, wie das Gesundheitssystem – vom Arztbesuch bis zur Gebietskrankenkasse – funktioniert. Worauf zu achten ist und wie wichtig es ist, dass man sich gesund ernährt und bewegt. Dieser Überblick zum Thema Gesundheit und Gesundheitssystem wurde in den letzten drei Jahren bereits zweimal für alle Quartiere angeboten, da das auch in Hinblick auf Kinder und Erziehung äußerst wichtig ist.

Kinder und Erziehung waren schließlich auch in einem Workshop zum Thema „Umgang mit Optimized-Schulungen Diakonie 2Medien“ vorrangig. In Kleingruppen und ausschließlich für Väter und Mütter wurde über den Umgang mit Tablet, Handy, TV & Co gesprochen und der Austausch untereinander gefördert. Auch alternative Freizeitmöglichkeiten wurden besprochen, und dass Bewegung das Um und Auf für eine gesunde Zukunft ist.

Ende Juni informierte ein Mitarbeiter vom Kuratorium für Verkehrssicherheit über die Verkehrsregeln als Radfahrer, Fußgänger und (Mit)Fahrer von motorisierten Fahrzeugen. Es wurde auch darüber gesprochen wie man sich beim Überqueren von Straßen verhält, was Ampeln bedeuten und worauf im Straßenverkehr zu achten ist. Für Kinder gab es ein Malbuch mit dem allseits bekannten „Helmi“ und für alle Teilnehmer reflektierende Armbänder und Informationen zum Nachlesen.

„Informationen im Rahmen von Kursen oder Workshops sind wichtig und gut, aber damit ist es nicht getan“, resümiert Margarete Moser vom Diakoniewerk, die die Flüchtlingsarbeit in Urfahr Umgebung leitet. „Jeder, der den Asylwerberinnen und Asylwerbern im Alltag begegnet, trägt einen wichtigen Teil zur Integration bei.“

Das Wissen über das Verhalten im Umgang mit Menschen, über Strukturen, Systeme und Kultur in Österreich sind essentiell für das Leben hier. „Wenn wir daran denken, wie lange wir Österreicher selbst dazu brauchen, so einigermaßen die Strukturen, Verhaltensweisen, Regeln und Gesetze zu lernen, dann wird uns bewusst, dass es bei Menschen mit Migrationshintergrund noch länger dauern muss. Mit unseren regelmäßigen Informationsangeboten möchten wir den Weg zur Integration etwas erleichtern.“

You are donating to : ZiEL - Zusammen in Engerwitzdorf Leben

How much would you like to donate?
€10 €20 €30
Would you like to make regular donations? I would like to make donation(s)
How many times would you like this to recur? (including this payment) *
Name *
Last Name *
Email *
Phone
Address
Additional Note
paypalstripe
Loading...