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Infoabend: Neue Asylunterkünfte am Linzerberg

Ab April werden Asylwerberinnen und Asylwerber der Gemeinde am Linzerberg in drei GHS-Emergency-Häusern untergebracht. Die Asylunterkunft in der Klammmühle wird in der Folge aufgelöst. Beim Infoabend im Schöffl am 9. März standen Fragen zur Betreuung, zur Sicherheit und zur voraussichtlichen weiteren Entwicklung der Flüchtlingsfrage im Mittelpunkt.

Bezirkshauptmann Dr. Paul Gruber betonte, dass Prognosen für die Zukunft sehr schwer zu stellen sind, die derzeitige Tendenz zeigt aber, dass künftig verstärkt ganze syrische Familien kommen werden, auch Afghanen und Iraker werden weiterhin zu den starken Flüchtlingsgruppen zählen. Die Gemeinde Engerwitzdorf erfüllt derzeit mit ca. 60 Asylwerbern die Bezirksquote. Bei den Asylverfahren ist derzeit mit einer Dauer von einem bis zu fünf Jahren zu rechnen. Von den derzeit noch in der Klammmühle untergebrachten Flüchtlingen hat noch niemand einen Asylbescheid bekommen.

Die Errichtung der Asylunterkünfte am Linzerberg wurde zwischen der Bezirkshauptmannschaft, der Gemeinde und der Diakonie, die auch hier die Betreuung übernehmen wird, abgestimmt. Befürchtungen, dass es Probleme aufgrund der Nähe zum Kindergarten und zu den Einrichtungen für beeinträchtige Personen kommen könnte, hat Bürgermeister Herbert Fürst entkräftet: In einem längeren Gespräch mit Betreuern in Hartheim und Leonding, wo Flüchtlinge ebenfalls unmittelbar in bzw. neben Behinderteneinrichtungen und Kindergarten untergebracht sind, wurden nur positive Erfahrungen gemacht. „Bisher ist es dort zu keinerlei Problemen gekommen.“

Julia Bauer, die für ZiEL am Podium saß und aus den bisherigen Erfahrungen in der ehrenamtlichen Tätigkeit berichtete, bestätigte, dass Kinder in den Kulturen, aus denen die Flüchtlinge kommen, einen extrem hohen Stellenwert haben und deshalb sicher nicht mit Problemen zu rechnen sei.

Auch bisher waren die Polizisten aus Gallneukirchen im Zusammenhang mit den Flüchtlingen noch nicht im Einsatz, wie Bezirksinspektorin Grasserbauer bestätigte.

ZiEL übernimmt in enger Zusammenarbeit mit der Diakonie in mehreren Arbeitsgruppen die Betreuung der Flüchtlinge, bietet Deutschkurse und ein Sprachcafe und verschiedenste Freizeitaktivitäten an. In nächster Zukunft soll auch ein Buddy-System aufgebaut werden, durch das eine individuellere Betreuung der Asylwerber ermöglicht wird.

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