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Apr

MORE: Asylwerber an der JKU

Drei der Asylwerberinnen und Asylwerber vom Linzerberg haben es geschafft, ins MORE-Programm der Johannes Kepler Universität aufgenommen zu werden. Somit können sie als außerordentliche Studierende Deutschkurse und andere Lehrveranstaltungen an der JKU besuchen und die Infrastruktur am Campus – das Selbstlernzentrum und die Bibliothek – nutzen.

Das MORE-Programm, das von der Universitätenkonferenz initiiert wurde und mit Spenden – unter anderem von der Industriellenvereinigung – unterstützt wird, soll Asylwerbern mit Hochschulberechtigung einen ersten Zugang zur Universität ermöglichen. Mohammad Sultani aus dem afghanischen Ghazni und die Libyerin Maysoun ben Hassen sind seit Oktober letzten Jahres im MORE-Programm, Mohammad Khosravi wurde soeben aufgenommen.

Maysoun besucht einen Intensiv-Deutschkurs und einen Grammatikkurs und sieht das als „gute Vorbereitung auf das Studium, denn man muss hier sehr selbständig sein, darauf achten, dass man alle Unterlagen beisammen hat, genug lernt und sich um die Dinge kümmert, die man im Unterricht vielleicht nicht verstanden hat.“ Auch den Umgang mit den Uni-internen Plattformen und Netzwerken lernt sie hier. „Ein Vorteil gegenüber den ‚normalen‘ Deutschkursen beim BFI ist auch, dass man Klausuren und Tests schreiben muss und Noten bekommt. Dadurch lerne ich sehr viel und merke auch, ob ich mich verbessert habe.“ Den Lehrer findet sie sehr gut, der Unterricht ist interessant und motivierend.

Maysoun gefällt besonders die internationale Atmosphäre, weil sie im Deutsch-Kurs mit Austauschstudenten der JKU aus verschiedenen Ländern sitzt. Außerdem nutzt sie gern die Lernzonen an der JKU, wo sie konzentriert arbeiten kann. „Ich war überrascht, dass die Methoden, die Themen und die Unterlagen ganz anders waren als erwartet und in meinen bisherigen Deutschkursen. Das hat meine Erwartungen weit übertroffen. Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Chance bekommen habe und glaube, dass ich jetzt auf einem guten Weg bin, mein Studium der Medizin abschließen zu können“.

Auch Mohammad Sultani findet seine Lehrerin an der Uni sehr gut. Er hat aber

Schwierigkeiten mit dem Lernen im GHS-Haus, da es hier keine Rückzugsmöglichkeit und wenig Ruhe gibt. Mohammad hat bereits in Kabul einen Abschluss in Informatik gemacht und möchte bei uns Informatik und Management studieren. Das MORE-Programm sieht er „als guten Start für ein Studium“. Mohammad hat in den ersten Monaten nach seiner Ankunft in Engerwitzdorf bereits ein eigenes Grammatik-Buch Farsi – Deutsch zusammengestellt, das anderen beim Deutsch Lernen helfen soll.

Der Dritte im MORE-Bunde ist der Iraner Mohammad Khosravi, der in Teheran bereits Soziologie studiert hat. Für ihn startet das Programm jetzt im März, und sein großes Ziel ist, bei uns Jus zu studieren. Er hofft, bald ein Zimmer in einem Studentenheim zu bekommen, um in Ruhe lernen zu können. Und dass MORE ihm vielleicht auch dazu einen Weg ebnen kann.

 

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