25
Sep

Stärken stärken

Nur wer seine Stärken kennt, weiß, in welche Richtung er sich am besten weiterentwickeln kann. Dies gilt natürlich auch für die Asylwerber, weshalb das Diakoniewerk gemeinsam mit der Wirtschaftskammer eine Potenzialanalyse für Asylwerber aus Gallneukirchen und Engerwitzdorf organisierte.

Ziel einer Potenzialanalyse ist, die individuellen Stärken und Interessen zu ermitteln. Auf dieser Basis soll für junge Menschen die passende Ausbildung bzw. der passende Bildungsweg gefunden werden. Vorrangig bietet die WKO dies für Asylberechtigte an, jedoch hat sie dieses Angebot auch auf jugendliche Asylwerber im Alter zwischen 15 und 25 Jahren ausweitet. „Es geht dabei nicht um eine Jobvermittlung oder um das Finden einer konkreten Lehrstelle, sondern darum, dass die Teilnehmer mehr über ihre Stärken, Fähigkeiten und ihre beruflichen Interessen herausfinden“, sagen Verena Tutschek und Nadine Kapl von der WKO.

Damit das Ergebnis möglichst konkret wird, wird das Testverfahren in der Muttersprache der Teilnehmer – in Deutsch, Arabisch und Hochpersisch -durchgeführt.

Jeweils fünf Asylwerber absolvierten an zwei Tagen Ende August die zweieinhalb stündige Testung am Computer. Dabei mussten sie Fragen zu verschiedenen Berufsbildern beantworten, sprachliche und rechnerische Voraussetzungen wurden geprüft, das Langzeitgedächtnis, die Raumvorstellung, und das mechanisch-technische Verständnis. Schon im Vorfeld war ein Lebenslauf von den Teilnehmern erstellt worden und sie mussten eine Einverständniserklärung zur Weitergabe der Testergebnisse an das AMS unterschreiben.

Das Testergebnis wurde in der Folge in einem ausführlichen Beratungsgespräch mit einer Psychologin und einer Dolmetscherin besprochen. Zudem bekam jeder Teilnehmer eine schriftliche Zusammenfassung in Form eines Kompetenzprofils und eine Informationsmappe für weitere mögliche Schritte, wo die Teilnehmer auch noch notwendige Unterstützung und Begleitung brauchen.

„Ich denke, es war für die Teilnehmer ein intensiver, wertvoller und bereichernder Tag“, sagt Margarete Moser vom Diakoniewerk. „Einige von ihnen werden versuchen, den Hauptschulabschluss zu machen. Andere haben erkannt, dass ihnen dafür noch einige Kenntnisse fehlen. Was für manche überraschend war, waren die Beschreibungen zu den Berufen. Ein Landwirt in Afghanistan zu sein bedeutet etwas völlig anderes, als ein Landwirt bei uns zu sein. Das gilt auch für die Ausbildung dazu.“

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